History
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1999 |
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Riccardo Gullotti (13.12.1944–4.12.2007) |
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2001 |
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Walter Sibold (31.8.1943–6.1.2005) |
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2003 |
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Dr. Georges Bindschedler (12.1.1953) |
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2003 |
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Dominique Folletête (27.12.1946) |
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2005 |
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Dr. Max Gsell (8.3.1946) |
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2006 |
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Pascal Rub (11.11.1971) |
| 2008 | ![]() |
Niklaus Lundsgaard-Hansen (18.10.1957) tritt im Sommer 2008 in die Partnerschaft ein. |
Die Partner ergänzen sich aufgrund ihrer verschiedenen beruflichen Erfahrungen und runden das Dienstleistungsangebot von Gullotti & Partner Management & Consulting Services in idealer Weise ab. Jeder Partner arbeitet grundsätzlich auf eigene Rechnung und Gefahr. Der Erfahrungsaustausch verstärkt jedoch das Wirken jedes Einzelnen.
Abschied von einem Freund
Zum Hinschied von Riccardo Gullotti
In Homer's Ilias steht der Spruch «Der Tod ist Bestimmung, und wenn die Stunde eines Mannes gekommen ist, so können ihm auch die Götter nicht helfen, so sehr sie ihn auch lieben mögen».
Riccardo Gullotti hat kurz vor seinem 63. Geburtstag, entsprechend seiner schicksalhaften Bestimmung, den mit vorbildlicher Tapferkeit und grossem Mut geführten Kampf mit seiner heimtückischen Krankheit verloren, obwohl er zeitweise noch als Sieger aussah.
Doch die Götter haben ihn geliebt. Sie haben ihm Intelligenz, Pflichtgefühl, Menschlichkeit, Bescheidenheit und Kollegialität in die Wiege gelegt, die es ihm erlaubten, in einem glücklichen familiären Umfeld eine ausserordentliche Karriere zu machen, von der nicht nur seine Klienten sondern die Wirtschaft insgesamt viel Nutzen ziehen konnte.
Am 1. November 1972 trat der Verstorbene nach seinem Studium an der Rechtsfakultät der Universität Bern in die heute unter Krneta|Gurtner firmierende Anwaltskanzlei ein, in der schon sein Vater und Grossvater als Anwälte praktiziert hatten.
Rasch erkannte er, dass das Wirtschaftsrecht seine bevorzugte Domäne war. Am 1. Januar 1978 wurde er Partner der Anwaltsgemeinschaft, in der er anschliessend während 17 Jahren erfolgreich tätig war mit vielen gewichtigen Mandaten aus dem Unternehmensbereich. Dazu gehörte auch ab 1990 das Verwaltungsratspräsidium der Kuoni Reisen Holding AG.
Als ihm angeboten wurde, bei Kuoni ab 1995 den Posten des geschäftsführenden Delegierten zu übernehmen, kam er beruflich an eine Wegscheide, an der er sich überlegen musste, praktizierender Fürsprecher zu bleiben oder sich vollamtlich der operativen Führung eines börsenkotierten Unternehmens zu widmen. Nach reiflichem Abwägen entschloss er sich, seine juristische Laufbahn zu beenden und die im Wirtschaftsbereich liegende Herausforderung anzunehmen. Dabei dürften nicht nur sein grosses Interesse an dieser neuen Aufgabe sondern auch seine reiche Führungserfahrung als Generalstabsoffizier zu diesem Entschluss beigetragen haben.
Innert relativ kurzer Zeit gelang es Riccardo Gullotti als Präsident der Konzernleitung nicht nur den Shareholder Value des Unternehmens sehr wesentlich zu steigern, sondern auch die internationale Ausrichtung des Reisekonzerns markant zu verstärken. Als er schliesslich 1999 das Unternehmen verliess, erlebte er das Schicksal vieler prägender Wirtschaftsführer, dass er zum Opfer interner Machtkämpfe wurde.
Er gründete hierauf zusammen mit Partnern die Firma Gullotti & Partner, Management und Consulting AG und widmete sich fortan voll aktuellen Wirtschaftsfragen im Rahmen einer Vielzahl von Beratungs- und Verwaltungsratsmandaten. Erinnert sei u. a.an sein Präsidium bei der damaligen Zschokke Gruppe (heute Implenia Gruppe), bei der Jungfraubahn Holding AG, sein Vizepräsidium bei der Swiss International und seine Verwaltungsratsmandate bei der Credit Suisse, der Von Roll Holding AG, der Oettinger Imex AG (mit noch kurzem Präsidium der Oettinger Gruppe), der Gebäudeversicherung des Kantons Bern und der Von Graffenried AG Holding.
Der Verstorbene widmete sich jedoch nicht nur den Interessen der Firmen, mit denen er verbunden war. Es war immer sein Bestreben im Rahmen seiner Möglichkeiten zur Entwicklung der schweizerischen Wirtschaft einen Beitrag zu leisten. In diesem Sinne wirkte er als Präsident der Vereinigung des Schweiz. Import- und Grosshandel und der Eidg. Luftfahrtkommission, als Mitglied der Schweiz. Handelskammer sowie als Vorstandsmitglied der economiesuisse und der Handelskammer Deutschland–Schweiz, nicht zu vergessen sein Amt als Mitglied des Comité Directeur der Expo 02.
Bei allen seinen Tätigkeiten hat der Verstorbene stets mit hohem Pflichtgefühl gehandelt. Seine Voten und Vorschläge beruhten auf reiflichen Überlegungen und sorgfältigem Abwägen von Vor- und Nachteilen. Seine hohe Sachkenntnis, sein kollegiales und bescheidenes Auftreten und seine Fairness wurden von seinen Gesprächs- und Verhandlungspartnern immer geschätzt.
Seine Schaffenskraft ergänzte sich jedoch auch durch Momente der Fröhlichkeit und Musse, sei es im Kreise seiner Freund oder Familie bei einem Glas guten Rotweins und einer feinen Zigarre oder beispielsweise beim Ausüben der Kunst des Alphornblasens. Trotz seinem regen Arbeitsgeist und Pflichtbewusstsein behielt der Verstorbene stets sein liebenswürdiges Wesen, seinen Humor, seine menschliche Zugänglichkeit und blieb bei allem Erfolg ein hilfsbereiter Mensch und geschätzter Kollege.
Viel zu früh ist Riccardo Gullotti von uns gegangen, in einem Augenblick als noch etliche hoffnungsvolle Jahre vor ihm zu liegen schienen. Wir denken in diesen schweren Stunden auch an die von Leid erfüllte Ehefrau und Trauerfamilie.
Wir stehen heute tief betrübt vor dieser Tatsache. Wir wollen aber versuchen, den Schmerz zu überwinden und dankbar dafür sein, dass uns die Götter mit Dir, lieber Riccardo Gullotti, zusammengeführt haben.
Georg Krneta
Bern, im Dezember 2007






